Die Umfrage
Anhand eines Online-Fragebogens teilen
Personalleiter und Personalreferenten ihre Erfahrungen
in der Zusammenarbeit mit Online-Jobbörsen mit.
Dazu wird im "Allgemeinen Teil" der Aufbau, die
Benutzerfreundlichkeit, der
Kundenservice/Kundenbetreuung und das
Preis-/Leistungsverhältnis beurteilt. Im zweiten
Abschnitt werden die "Resonanzen aus
Stellenausschreibungen" abgefragt, d.h. wie gut war die
quantitative und qualitative Resonanz, konnten Bewerber
zu Gesprächen eingeladen und Einstellungen getätigt
werden. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die
"Beurteilung der Bewerberdatenbank". Aspekte, wie die
Aktualität, der Informationsgehalt der eingestellten
Profile und die Qualität der Kandidaten werden durch
HR-Verantwortliche beurteilt. Weiterhin die Resonanz
angeschriebener Kandidaten und in wie weit Kandidaten zu
Gesprächen eingeladen und eingestellt werden konnten.
Nach der allgemeinen Beurteilung folgt im letzten Teil
eine Bewertung innerhalb gesuchter Tätigkeitsbereiche,
um festzuhalten, welche Online-Jobbörse in bestimmten
Tätigkeitsfeldern am effektivsten einzusetzen ist. Alle
Bewertungen erfolgen nach dem Schulnotensystem von 1 = sehr
gut bis 6 = ungenügend. Die Zusammenarbeit mit Anbietern muss länger als 2 Monate existieren; die Beurteilung
von" Einmalschaltungen" wird nicht
berücksichtigt. (Quelle: Profilo GmbH)
Es liegen aus der Frühjahrsbefragung 2007 792 Beurteilungen von Jobbörsen vor.
Im Ergebnis zeigt die Online-Umfrage
die jeweilige Gesamtnote aus allen eingehenden
Beurteilungen unter Berücksichtigung des
durchschnittlichen Gewichtungsverhältnisses der
einzelnen Leistungsbereiche (Allgemeiner Teil /
Resonanzen aus Stellenausschreibungen / Recherche in der
Bewerberdatenbank).
Für FAZjob.net wurden insgesamt 21 Bewertungen abgegeben,
für den Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung insgesamt
9.
Der Peer-to-Peer Vergleich
Zur Bestimmung der relativen Positionierung am
Jobbörsen-Markt wird mit Hilfe eines
Peer-to-Peer-Vergleichs die aktuelle Bewertung einer
Jobbörse mit der jeweils am besten und am schlechtesten
bewerteten Jobbörse verglichen. Zusätzlich wird ein
Vergleich der individuellen Jobbörsenbewertung mit dem
gesamten Durchschnitt aller bewerteten Jobbörsen
erstellt, um zu ermitteln, ob eine Jobbörse besser oder
schlechter als der Marktdurchschnitt ist. Die Datenbasis
von insgesamt 792 Jobbörsenbewertungen wird dabei
bereinigt: Jobbörsen mit weniger als 5 Bewertungen
werden nicht berücksichtigt, um so statistische
Ausreißer zu eliminieren. Auf der Basis der so
bereinigten Bewertungsbasis (773 Bewertungen) ergibt
sich bei den relevanten Bewertungskriterien folgendes
Bild.
Quantitative Resonanz
Bei der Quantitativen Resonanz bewerten Personalleiter
den Rücklauf von Bewerbungen auf eine Stellenanzeige.
Neben der Reichweite (Anzahl Besucher, Anzahl
Seitenaufrufe) einer Jobbörse ist die Quantitative
Resonanz ein wichtiges Kriterium, um zu erkennen,
inwieweit die Veröffentlichung einer Stellenanzeige
einerseits die Aufmerksamkeit eines potentiellen
Bewerbers gewinnt und andererseits diese Aufmerksamkeit
in eine Initiative zur konkreten Bewerbung umsetzt.
Inwieweit die Gestaltung einer Stellenanzeige (Text oder
Grafik-Elemente, Beschreibung usw.) eine Auswirkung auf
die Quantitative Resonanz hat, wurde in der
Profilo-Jobbörsen-Umfrage nicht ermittelt.
Abbildung 6:
Quantitative Resonanz

Quelle: Profilo Grafik: Crosswater
Systems
FAZjob.NET liegt bei der quantitativen Resonanz mit
einer Bewertung von 2,70 hinter der besten Jobbörse,
aber auch besser als der Marktdurchschnitt (3,06). Der
Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung liegt mit einer
Bewertung von 3,10 knapp unter dem Durchschnitt aller
bewerteten 33 Jobbörsen.
Qualität der Bewerber
Dieses Beurteilungskriterium vergleicht, inwieweit die
Qualifikationsprofile der Bewerber mit dem in der
Stellenanzeige genannten Stellenprofil übereinstimmen.
Diese Paßgenauigkeit ist in der Betrachtungsweise der
Personalleiter entscheidend, ob die mit der
Stellenanzeige angesprochene Zielgruppe auch erreicht
wird und wie hoch der Streuverlust dieser qualitativen
Resonanz ist.
Abbildung 7:
Qualitative Resonanz

Quelle: Profilo Grafik: Crosswater
Systems
Im Peer-to-Peer-Vergleich schneidet der Stellenmarkt der
Süddeutschen Zeitung knapp vor FAZjob.NET ab, beide
Jobbörsen liegen in diesem wichtigen Qualitätsvergleich
besser als der Marktdurchschnitt.
Bewerberrücklauf
Mit diesem Beurteilungskriterium bewerten
Personalleiter, welche Resonanz eine Kontaktaufnahme des
Unternehmens mit einem potentiellen Bewerber erzielt
hat. Im einzelnen können hierbei das Bewerber-Interesse
an einem potentiellen Arbeitgeber (Employer Branding),
die geographische Mobilität (Umzugsbereitschaft) oder
auch die konkrete Wechselbereitschaft (aktive
Stellensuche) eines Bewerbers eine Rolle spielen. In
diese Bewertung fließt auch die Aktualität eines
Bewerberprofils ein – überalterte Profile von Bewerbern,
die sich nicht mehr auf der konkreten Arbeitsplatzssuche
befinen, dürften keine Resonanz beim Bewerberrücklauf
generieren.
Abbildung 8:
Rücklauf Bewerber

Quelle: Profilo Grafik: Crosswater
Systems
Beim Bewerberrücklauf rangiert FAZjob.NET knapp hinter
der besten Jobbörse und signifikant besser als der
Marktdurchschnitt. Für den Stellenmarkt der Süddeutschen
Zeitung liegen für dieses Beurteilungskriterium keine
Bewertungen vor.
Gesamtbewertung
Neben vielen weiteren Einzelbewertungskriterien (z.B.
Wurden Bewerber eingeladen? Wurden Einstellungen
getätigt? Würden Sie ein neues Vertragsverhältnis zur
Veröffentlichung von Stellenanzeigen mit der zu
bewerteten Jobbörse eingehen?) ist die Gesamtbewertung
einer Jobbörse im Peer-to-Peer-Vergleich signifikant für
deren Marktpositionierung.
In die Gesamtbeurteilung einer Jobbörse fließen folgende
Bewertungsmerkmale ein:
1. Übersichtlicher Aufbau
2. Benutzerfreundlichkeit / Handling
3. Service / Kundenbetreuung
4. Preis-Leistungsverhältnis
5. Quantitative Resonanz an Bewerbungen
6. Qualität der Bewerbungen
7. Aktualität der eingestellten Bewerberprofile
8. Informationsgehalt der Profile
9. Qualität der Bewerberprofile
10. Resonanz / Rücklauf der angeschriebenen Bewerber
Der Ergebnisbeurteilung liegt folgende Gewichtung der
Leistungsbereiche zugrunde:
Allgemeiner Teil: (Übersichtlicher Aufbau, Benutzerfreundlichkeit,
Service, Preis- / Leistungsverhältnis) 22%
Resonanzen aus Stellenausschreibungen:
(Quantitative Resonanz, Qualität der Bewerbungen) 63%
Recherche in der Bewerberdatenbank:
(Aktualität und Informationsgehalt der Profile,
Qualität, Resonanz / Rücklauf) 15%
Abbildung 9:
Gesamtbewertung

Quelle: Profilo Grafik: Crosswater
Systems
In der Gesamtbewertung zeigt sich, daß der Stellenmarkt
der Süddeutschen Zeitung (Bewertung: 2,76) geringfügig
schlechter als der Marktdurchschnitt (2,76) beurteilt
wird. Die Jobbörse FAZjob.NET rangiert mit einer
Gesamtbewertung von 2,59 zwar besser als der
Branchendurchschnitt, liegt jedoch auch hinter der
besten Jobbörse (1,92) zurück.
Die nächste Online-Umfrage wird von Profilo im Oktober
2007 durchgeführt (www.profilo.de). Alle Teilnehmer, die noch bis Freitag, den 12.10.07 Ihre
Erfahrungen mit Online-Jobbörsen unter dem Link:
http://www.profilo.de/servlets/FB.do
mitteilen, erhalten kostenlos umfassende Ergebnisse und
können ein WELLNESS-WOCHENENDE
gewinnen.